Krisen bewältigen | Wie kann ich mit meiner Angst umgehen?

Wie kann ich mit meiner Angst umgehen? Angst ist eine der zwei Emotionen, die uns am heftigsten überrollen können. Angst hat jeder von uns mal in unterschiedlichen Situationen. Der Unterschied ist nur, wie jeder einzelne von uns damit umgeht.

Hattest du jemals das Gefühl, deinen Ängsten völlig hilflos ausgeliefert zu sein? Ja? Ich auch, ich erinnere mich noch gut daran, obwohl es fast 20 Jahre her ist. Ich habe auch jetzt Ängste. Aber ich lasse sie nicht mehr so groß werden wie damals. Ich lasse sie mich nicht mehr so beherrschen, dass ich deshalb einen Nervenzusammenbruch habe. Ich weiß, wie ich mit meinen Ängsten umgehen kann und ich weiß, ich darf Angst haben.

Wie kann ich mit meiner Angst umgehen?

Menschen tendieren dazu, ihre Ängste aufzubauschen und und ihnen eine größere Bedeutung zu geben, als sie haben müssten. Manchmal beherrschen sie uns. Angst kommt meist aus der Unsicherheit einer Situation, dem Wissen, dass man es nicht in der Hand hat oder nicht beeinflussen kann, was gerade passiert oder dass man nicht vorhersagen kann, was sein wird oder wie sie Zukunft aussieht.

Warum ich über Angst schreibe?

Mir war früher nie so bewusst, dass ich viele Dinge einfach aus Angst nie getan habe. Ich habe nicht darüber nachgedacht, habe mich um unangenehme Dinge herum gedrückt, habe sie nicht getan, habe es bereut. Es war völlig normal für mich, dass ich Dinge aus Angst einfach nicht angreife. Meine größte Angst als ich jung war, war übrigens jene anderen nicht zu genügen oder enttäuschen. Ich brauche vermutlich nicht zu erwähnen, das hat sich in abgeschwächter Form auch später fortgesetzt, bis ich erkannt habe, dass ich einen Scheiß darauf geben muß, was andere davon halten, wie ich Dinge tue.

Dann war die Angst zu Versagen plötzlich weg. Erst viel später habe ich gelernt, was es mit Angst auf sich hat. Dass Angst zwar völlig normal und natürlich ist, was aber viel wichtiger ist: dass man sie kontrollieren, damit umgehen kann und wie man sich von Ängsten befreit. Ich weiß, ich bin nicht alleine damit – deshalb schreibe ich diesen Artikel. Er ist nicht rein theoretisch – ich habe mich viel mit der Kraft der positiven Gedanken beschäftigt und wer hier mitliest und mir auf Instagram folgt, dem ist der Effekt während der letzten Monate vermutlich nicht entgangen. Ich hoffe, mein Beitrag hilft, ich wünsche jedem die Kraft, seine Emotionen und Ängste besser managen zu können.

Die Psychologie der Masse

Mit Angst kann man Massen beeinflussen. Wenn Menschen sich nicht sicher sind, wie sie mit einer Situation umgehen sollen, sehen sie erstmal nach links und rechts, wie andere das “Problem” lösen. Dieses Phänomen zieht sich quer durch alle Kulturen, denn wenn andere etwas tun und es funktioniert, muß es richtig sein, denkt sich unser Gehirn. Die Psychologie der Masse funktioniert nicht nur im kleinen oder besser: sie funktioniert noch viel besser im Großen. Sie ist außerdem eine der größten Lügen der Menschheit und sie hat bereits mehrmals Geschichte geschrieben. ABER, eigentlich wissen wir: nur weil die Masse etwas tut, MUSS es nicht per se gut, richtig oder sinnvoll sein. Eigentlich…

Machen Medien Angst?

Einer der Hauptinitiatoren von Angst sind – ihr vermutet richtig – Medien. Täglich bekommt unser Bewusstsein und Unterbewusstsein tausende Informationen geliefert, wichtige und unwichtige. Über 90 Prozent dieser Informationen sind allerdings gar nicht nützlich für uns, wenn nicht sogar toxisch. Medien tendieren zur Generalisierung von Informationen und da Medien Unternehmen sind, die verkaufen wollen und müssen, geben sie überwiegend Informationen aus, die sich verkaufen lassen und auf die Menschen emotional ansprechen. Jeder, der sich ein wenig mit Medientheorie beschäftigt hat weiß, es gibt Medienwerte, nach denen potentielle Nachrichten nach Wichtigkeit und Publizierbarkeit (weil interessant für die Rezipienten) eingestuft werden. Dazu kommt außerdem, dass Menschen aus psychologischer Sicht tendenziell eher auf negative Nachrichten reagieren als auf positive. Fazit: Ein großer Anteil der täglichen Nachrichten hat einen negativen Fokus. (nicht nur in Corona-Zeiten!)

Die Kombination aus deinem Fokus und den dir verfügbaren Informationen ergibt deine Sicht der Welt. Übernimm die Kontrolle über die Informationen, die du in deine Gedanken lässt! Ergo: konsumiere qualitativ hochwertige Inhalte, die dich in dem was du willst weiterbringen und die ein positives Mindset unterstützen.

Zu Medien zählen übrigens auch Bücher, Filme, TV Shows, Serien, Computerspiele usw. Was negative Emotionen hervorruft, beeinflußt das Gehirn und Denken negative und umgekehrt. Natürlich kann man unfreiwillig konsumierte Einflüsse nicht völlig verhindern oder, vor allem, wenn es um die aktuelle Medienberichterstattung geht, aber in den meisten Fällen habe ich die Wahl “was ich mir reinziehe” und kann vor allem eines: es zu einem großen Anteil kontrollieren!

4 Tipps, um Angst besser “abzugrenzen”

  1. Informationen ohne Sinn und Zweck sind für dich prinzipiell wertlos. Eigentlich würden dir diese Informationen nicht einmal auffallen, wenn dein Gehirn keinen Sinn darin sieht. Das Ding ist, dass du dir im klaren darüber sein mußt, was du willst und welche Informationen demnach wichtig für dich sind – dann wird dein Gehirn automatisch besser selektieren und wird erst gar nicht alle Informationen ungefiltert an dich ran lassen. Als Beispiel: mir ist erst aufgefallen, wie viele Familien mit drei Kindern es in Wien gibt, als ich selbst zum dritten Mal schwanger war. Davor waren sie unterwegs für mich schlichtweg “unsichtbar”, weil diese Information für mein Gehirn irrelevant war. Weil das aber ab diesem Zeitpunkt eine für mich offenbar wichtige Information war, sind mir Familien mit drei Kindern regelrecht ins Auge gesprungen.
  2. Logische Schlussfolgerung aus Punkt 1: Es ist wichtig, dass du all jene Informationen bekommst, die wichtig für dich sind und die du brauchst, um Entscheidungen zu treffen. Je klarer du dir darüber bist, was du willst und was ein Ziel ist, desto simpler wird es sein, dass du genau die Infos bekommst, die du brauchst und dass dein Gehirn alle nicht wichtigen Informationen unbewusst vorselektiert.
  3. Wenn du Informationen bekommst (egal woher – aus Medien oder von anderen Personen), stelle fest, ob und was die Quelle davon hat, dir diese Infos zu geben. Idealerweise hast du nur Quellen, denen du mehr oder minder vertraust oder denen du einen gewissen Wert zugestehst. Mich wundert es immer wieder, wie viele Menschen U-Bahn Zeitungen lesen.
  4. Was du deinen Gedanken wiederholt fütterst, wird dein Leben und deine Sicht der Dinge beeinflussen! Es macht also durchaus Sinn, dein Gehirn überwiegend mit positiven Informationen zu füttern. Das bedeutet nicht, dass alles was rund um dich passiert ignorieren sollst. Es ist allerdings ein Unterschied, ob ich mich über die aktuelle politische Situation gezielt informiere oder ob ich wahllos durch das TV Programm oder durch Zeitschriften zappe und auch über unzählige Überfälle, Morde oder kleiner Umweltkatastrophen am anderen Ende der Welt lese.Natürlich ist das keine Aufforderung, ignorant gegenüber dem Weltgeschehen zu sein, aber die Idee, schlicht und einfach selektiver und bedachter mit Informationen umzugehen.

Angst kommt natürlich nicht immer über die Medien in unsere Gedanken. Angst kann auch aus der eigenen Unsicherheit kommen, wie man mit bestimmten Situationen umgehen soll. Auf dem Weg dahin, wo man eigentlich hin möchte steht meistens deine Angst oder deine Ängste im Weg. Angst lässt uns Ausreden finden, Umwege gehen und hält uns auf. Sich seinen Ängsten zu stellen ist vermutlich die größte Herausforderung des Lebens, aber der sicherste Weg, um sie zu beseitigen. Und eines ist sicher: wenn man nichts tut, bleibt die Angst einfach.

Die Psychologie hinter der Angst

Angst ist prinzipiell eine Überlebenstaktik, die wir automatisch mit unserem “Steinzeitgehirn” mitgeliefert bekommen. Grund dafür ist die sogenannte “Kampf-oder-Flucht” Reaktion (fight-or-flight-response), welche eine Stressreaktion beschreibt, die durch etwas hervorgerufen wird, dass unser Gehirn als Gefahr auffasst. Früher war diese Reaktion natürlich dazu gedacht, auf äußerliche Gefahren zu regieren. Der Cortisol- und Adrenalinspiegel erhöht sich schlagartig, um es uns möglich zu machen, schneller zu reagieren (und zu flüchten oder zu kämpfen) und auch wenn es bei Ängsten in unserer westlichen Gesellschaft überwiegend eher um emotionale Ängste als um das körperliche Überleben geht, ist der Mechanismus immer noch der gleiche. Der Schlüssel ist aber nach wie vor, sich seiner Ängste bewusst zu werden/sein und sich ihnen zu stellen.

Wie kann ich mit Angst umgehen?

Es gibt irgendetwas im Leben jedes Menschen, das ihm Angst macht. Wir sind also nicht alleine damit (und das tut gut). Der Unterschied zwischen Menschen ist nur, wie sie mit ihren Ängsten umgehen.

Identifiziere deine Angst/Ängste

Eine harte Nuss, weil man sich eingestehen muss, was einem Angst macht. Was macht dir gerade Angst? Setzt dich hin und lasse deine Gedanken wandern. Beobachte sie dabei, beobachte dich dabei.

Kannst du deine Angst als einen Fetzen Information sehen statt als Bedrohung deiner Existenz? Versuch es. Das hat zwei Vorteile: du kannst dich näher mit der Wurzel deiner Angst beschäftigen und andererseits läufst du weder automatisch weg noch bist du versucht, sinnfreie und vielleicht wenig erfolgreiche Spontanreaktionen anzureißen. Frag dich, was deine Angst hervorruft, welche Geschichte erzählst du dir selbst, warum du genau diese Angst nicht besiegen kannst? Ich schreibe solche Gedanken dann auch gerne auf.

Wo möchtest du hin, gäbe es die Angst nicht mehr?

Sei dir bewusst, wo du hin möchtest! Wenn du weißt, wo du hin möchtest, fällt es dir leichter, dich deinen Ängsten zu stellen. Darüber, wie wichtig es ist, ein attraktives Ziel festzulegen, habe ich bereits HIER geschrieben.

Identifiziere deine Ausreden und beseitige sie

Ausreden sind furchtbar praktisch, aber sie halten dich auf. Eindeutiges Beispiel: ich habe Stunden gebraucht, um meine Buchhaltung 2018 fertig zu bekommen, weil ich sie einfach so lange mittels Ausreden vor mir her geschoben habe, bis sie annähernd unüberwindbar war (und ja, ich hatte Angst vor meiner Buchhaltung. Ehrlich!) Hätte ich sie proaktiv gleich erledigt, als es so weit war, wäre das ganze kein Thema gewesen. Manchmal hilft es schlicht und einfach – wenn es um Dinge geht – ein “sollte” in eine “muss” oder “Must Do” umwandeln. Buchhaltung wäre somit eigentlich unverhandelbar, egal ob ich Angst vor den Zahlen habe oder nicht.

Vergiß Perfektionismus und sei lösungsorientiert

Es geht definitiv nicht darum, perfekt zu sein, deshalb macht es auch keinen Sinn, deinen Fokus auf perfekte Umsetzung von egal was zu setzten. Dein Fokus darf eher sein, wichtige Dinge (deine “muss Do’s”) einfach umzusetzen, egal ob dir gerade danach ist oder nicht, weil sie eben unverhandelbar sind. Dein Fokus ist dann nicht darauf, dass du Angst vor diesem “Ding” oder dieser “Aufgabe” hast, sondern dass sie erledigt gehört, komme was wolle.

Sieh das “Problem”, fokussiere aber auf die Lösung! Sich im Problem selbst zu verlieren hat noch niemandem geholfen, ein Lösungsansatz schon. Stecke deine Kraft und Energie deshalb in die Lösungsfindung statt ins Problem selbst. Ein Problem, das Fokus und Energie bekommt, wird potentiell von selbst zu wachsen beginnen und größer werden.

Wer es nicht versucht, gewinnt nicht, wer aufgibt, gewinnt nicht, wer es versucht und nie aufgibt, gewinnt! Du kannst nichts gewinnen, wenn du es nicht versucht, wenn du es aber aus Angst vor dem Scheitern ganz sein lässt, hast du in jedem Fall verloren.

Als Draufgabe verlierst du auch noch die Chance, aus deinen Fehlern zu lernen und es beim nächsten Versuch anders oder besser zu machen. Oft muß man erstmal scheitern, um es beim zweiten Mal richtig zu machen. Außerdem ist es egal, wie viele Fehler du machst oder wie langsam du voran kommst. Du hast immer noch die Nase vorne gegenüber allen anderen, die es gar nicht erst versuchen.

Schmerz ist eine wichtige Erfahrung!

Jeder erfährt im Leben einmal Schmerzen. Es ist unmöglich, sein ganzes Leben lang glücklich und gut gelaunt zu sein, Schmerz gehört zum Leben dazu. Wenn man Schmerzen, die zum Beispiel aus Ängsten heraus entstehen aber als Erfahrung statt als Bedrohung annimmt und beschließt, sie als Learning mitzunehmen, bringt uns das persönlich weiter statt uns zu bremsen und in der Angst und im Schmerz zu halten.

Visualisiere, was du willst

Ich habe auf Instagram schon viel über Visualisierung und Meditation gesprochen – ein sehr effektiver Weg, um seine Gedankenwelt in die gewünschte Richtung zu lenken und die Umsetzung der eigenen Ziele zu forcieren. Wer positive Dinge visualisiert, wird positive Dinge erleben. Du konfrontierst dein Gehirn damit, dass alles möglich ist – was sehr effektiv ist bei der Konfrontation mit den eigenen Ängsten und auch dabei, dein Leben generell so gestalten, wie du es möchtest.

Ja, es kann sein, dass du versagst

Jeder versagt gelegentlich, ich glaube, dass so ziemlich jeder diese Angst bereits einmal hatte. Auch erfolgreiche Menschen haben in ihrem Leben schon versagt. Vermutlich öfter. Versagen ist ein Teil des Erfolges und bringt auch jedes Mal Learnings mit sich. Aus diesem Grund ist es sogar gut, wenn nicht immer alles glatt läuft. Du wirst aus Fehlern lernen, du wirst es besser machen. Du hast Erfolg, auch wenn du schon einmal versagt hast oder vielleicht sogar genau deswegen.

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So kannst du alles erreichen, was du willst

ie kann ich mit meiner Angst umgehen? Jeder Mensch hat Ängste. Das ist völlig normal. Der Unterschied ist nur, wie die Menschen damit umgehen. Und genau diese "damit umgehen" kann man lernen. #mindset #positivesmindset

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